​Interview mit Sara Brandt für den Autorentag <3

Interview mit Sara Brandt für den Autorentag ❤

Frage:

Wann hast du mit dem Schreiben begonnen? Und in welchem Genre waren deine ersten Schreibversuche?

Antwort: Mit dem Schreiben habe ich schon in der Grundschule begonnen. Auch da in Richtung Fantasy 😉 Ich kann mich noch gut an ein fliegendes Fahrrad erinnern, mit dem ich eine Weltreise beschrieb. Oder an die typische Geschichte von der Prinzessin, die sich mit dem Drachen anfreundete und den Ritter nicht ausstehen konnte.
Frage:
Wolltest du schon immer Autorin werden- oder hattest du als Kind einen anderen Traumberuf?

Antwort: Die Vorstellung, eines Tages Bücher zu schreiben, war oft in meinem Hinterkopf. Ursprünglich wollte ich aber Archäologin werden, weil mich die Geschichte so interessierte. Damals habe ich alle Bücher dazu verschlungen.

Frage:
Wie integrierst du das Schreiben in deinem Alltag?

Antwort: An vielen Tagen ist es ganz einfach, an manchen schwieriger. Ich versuche, jeden Tag ein wenig zu machen und auch jede freie Minute dazu zu nutzen. Mein Vorteil ist, dass ich ein handschriftlicher Mensch bin und deswegen auch immer und überall mein Notizbuch dabei habe.

Frage:
Zu welcher Tageszeit schreibst du am liebsten?

Antwort: Entweder ganz früh morgens, noch vor der Uni, oder abends zum Ausklang. Generell gerne in der Dunkelheit, das ist einfach ein besseres Feeling.

Frage:
Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Antwort: Vermutlich haben sie mich alle ein wenig beeinflusst 😉 Ich liebe die Details von J.K. Rowling, die Chemie zwischen Jane und Mr. Rochester oder Jace und Clary. Die Entwicklung einer neuen Idee von Stephenie Meyer, die Charakterbeschreibung aus „Pan“…jeder Autor hat mich geprägt und macht einen Teil von dem aus, wie ich schreibe. Ganz zu schweigen davon, wie ich bin. Ohne die Möglichkeit, mich regelmäßig in Bücher zu versenken, wäre mein Leben vermutlich ganz anders verlaufen.

Frage:
Wie recherchierst du für deine Bücher?

Antwort: Meistens brauche ich gar nicht sooo viel zu recherchieren. Ich habe ein Notizbuch und das Programm Scrivener, in denen z.B. grundlegende Hinweise zu Charakteraufbau oder Weltenbau und Co enthalten sind. Wenn ich ein neues Buch plotte oder ein neues Detail wissen muss, wende ich mich an Google. Dann öffne ich erst einmal alle Seiten, die für mich relevant sein könnten und springe oft von einer Idee zu einer anderen, bis sich das Ganze gut und schlüssig anfühlt. Währenddessen werden natürlich immer viele Notizen angefertigt.
Frage:
Welches Buch von dir ist dein Lieblingsbuch und warum?

Antwort: Zur Zeit der zweite Band der „Schattenengel“- Trilogie. Auch wenn mich viele für das offene Ende verfluchen werden 😉 Aber ich hatte beim schreiben nicht nur sehr viel Spaß, es ist auch durch ein richtig gutes Lektorat gewandert. Daraus habe ich unglaublich viel mitgenommen, und ich denke, deswegen ist Band 2 auch wirklich gut geworden. In meinen Augen jedenfalls besser als Band 1! Ich bin schon sehr gespannt, was die Leser dazu sagen werden…

Frage:
Wie lange brauchst du um ein Buch zu schreiben?

Antwort: Für das schreiben selber brauche ich nicht lange, aber es gibt viele verschiedene Stadien. Für die Entwicklung der Idee zB. Brauche ich gut einen Monat, in dem alles durchgespielt und verbunden wird, verbunden mit ganz vielem „was wäre wenn“. Manchmal geht das auch schneller, manchmal dauert es wesentlich länger. Es gibt Geschichten, die Zeit brauchen, bis sie sich für mich richtig anfühlen.
Der erste Entwurf wird dann meistens innerhalb weniger Wochen „runtergeschrieben“. Oft ist das eine Katastrophe, aber ich schreibe immer weiter. Dann nehme ich eine Pause von ca. 2 Wochen. Bei „Schattenengel“ z.b habe ich mir dann nochmal Band 1 durchgelesen, um bestimmte Details oder Personen noch einmal in Band 2 zu verwenden. Es folgt also eine lange To do -Liste 😉 Auch Band 2 wird durchgelesen und eine Liste erstellt. Schließlich erfolgt die Überarbeitung. Auch die kann mal länger dauern, einen Monat aufwärts, oder ev. Sogar innerhalb von 2 oder 3 Wochen erledigt sein. Zum einen hängt das von der Geschichte ab, und zum anderen von meiner Zeit, da ich als Studentin mit 2 Jobs noch ein wenig andere Dinge auf dem Plan habe 😉
Frage:
Gibt es Projekte von dir worauf wir uns freuen können?

Antwort: Aber klar! Es wird immer Projekte geben 😉 Demnächst erscheint Band 2 von „Schattenengel“, Band 3 vermutlich 2018. Dann arbeite ich zur Zeit an einer anderen Trilogie im Rahmen eines Wettbewerbs. Und in meiner Scrivener-Datei sind noch gut 15 weitere Geschichten, die auf mich warten. Es wird aber immer im Bereich Fantasy bleiben (wobei ich auch eine Science Fiction-Idee habe…)

Frage:
Wie wichtig ist dir Feedback von deinen Lesern?

Antwort: Sehr wichtig. Leser unterschätzen oft den Einfluss einer Rezension. Sicher, es ist manchmal anstrengend, Feedback zu geben, weil man vll die richtigen Worte nicht findet. Aber es sind so oder so in der Regel nur einige Minuten Arbeit.
Ein Autor dagegen hat mindestens Wochen in ein Buch investiert und bangt darauf zu erfahren, wie es in der Welt ankommt. Da freut man sich wie ein König, wenn es eine Rezension gibt, und freuen uns jedes Mal, wenn man sie sich durchliest. Natürlich freue ich mich vor allem über die positiven Reaktionen, aber auch die kritischen sind wichtig. So werde ich Band 1 nochmal einer genauen Fehlerkorrektur unterziehen, weil mich Leser darauf aufmerksam machten. An dem offenen Ende von Band 1 kann ich leider nichts mehr ändern, aber das werde ich für meine nächste Trilogie berücksichtigen. Selbst, wenn man nicht auf Amazon „öffentlich“ schreiben möchte: Schreibt die Autoren ruhig so an! Ich kenne niemanden von meinen Kollegen, der sich nicht darüber freuen würde. Gerade diese persönlichen Nachrichten mit einem direkten Kontakt sind unglaublich wertvoll und zeigen einem umso mehr, für wen man eigentlich schreibt- und warum.


Frage:
Wie schreibst du am liebsten? Computer oder ganz altmodisch mit Stift und Block?

Antwort: Beides. Ich plotte und schreibe die ersten Entwürfe grundsätzlich handschriftlich. Obwohl ich in vielen Dingen das papierlose Büro anstrebe, wird es sich beim schreiben, beim lernen und bei meinem geliebten Kalender niemals ändern. Nur so fühle ich mich meiner Geschichte nahe und kann mich konzentrieren. Alle Informationen sammele ich in meinem Notizbuch. Diese Infos werden dann in Scrivener übertragen und dabei teilweise auch verändert. Überarbeitet wird aber zB. Vollständig am Pc.

Frage:
Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Antwort: Bisher „nur“ den ersten Band der „Schattenengel“-Trilogie, Band 2 folgt diesen Sommer. Und Band 3 ist schon sicher beim Verlag.

Frage:
Welche Frage würdest du gerne mal gestellt kriegen?

Antwort:Da fällt mir echt nichts ein 😉 Ich hatte schon alles mögliche an Fragen, auch eine „Wem dankst du bei deiner Oscarverleihung“-Frage. Ich finde es immer toll, wie sehr sich jedes Interview von einem anderen unterscheidet.

Frage:Wie sehen diese aus?
Antwort: Musik ist bei mir immer dabei, mal mit Gesang, mal ohne. Kommt auch ein wenig auf die Szene an. Beim abendlichen Schreiben freue ich mich über ein Glas Wein, aber das ist definitiv keine Pflicht. Ansonsten gibt es kein großes Ritual. Ich stimme mich mit Musik ein, verbringe das eine oder andere Lied in meiner Geschichte, und dann schreibe ich weiter.

Frage:
Wo wärst du gerne mal im Urlaub?

Antwort: Irland! Schon als Kind träume ich davon. Und längere Zeit würde ich gerne mal in Japan verbringen. Ich finde die Kultur und das Essen wahnsinnig faszinierend. Ganz zu schweigen davon, dass ich mir meinen Hobonichi-Kalender auch gerne einmal vor Ort in Tokio holen würde.

Frage:
Welche Bücher liest du gerne? Spezielle Favoriten?

Antwort: Fantasy und klassische Literatur. Wobei ich mich auch immer mal an die Leseliste von Emma Watson wagen wollte, davon habe ich schon sehr viel Gutes gehört.

Frage:

Wenn du etwas ändern könntest, was wäre es?

Antwort: Nichts. Das läuft alles nach meinem Motto, das eben alles schon seinen Sinn ergibt. Nicht einmal meine Familiengeschichte würde ich ändern wollen, obwohl ich das keinem anderen wünschen würde. Aber jede Erfahrung hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Würde ich etwas ändern, wer weiß dann, was aus mir geworden wäre?

Frage:

Schreibst Du noch unter anderen Pseudonymen?

Antwort: Nein. Sara Brandt ist auch kein Pseudonym, sondern (noch) mein richtiger Name. Ab de, 4. August wird daraus aber im richtigen Leben Sara Wendelken, nur der  Autorenname bleibt gleich 😉

Frage:

Was geht dir durch den Kopf wenn du ein Buch beendet hast?

Antwort: „Puh. Fertig“. Dann bin ich mental und körperlich erledigt, während ich gleichzeitig voller Adrenalin bin. Oft kann ich es dann kaum abwarten, weiter oder etwas anderes zu schreiben.

Frage:

Hast Du schon mal ein Buch gelesen bei dem Du gedacht hast „Das hätte ich besser geschrieben“? Wenn ja, verrätst Du welches?

Antwort: Frevel. Das ist das wohl bisher schlechteste Buch, dass ich gelesen habe (und ich habe viel gelesen!), weil ich den Hauptcharakter einfach so überzogen fand. Keine Ahnung, ob ich es besser geschrieben hätte, weil es nicht mein Genre ist, aber man hätte es definitiv etwas besser machen können.

Frage:
Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Antwort: „Jane Eyre“ von Charlotte Bronte, „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron, „Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinkola- Estes, „Weltenträumer“ von Sergeji Lukianenko, „Die Frau des Zeitreisenden“ von Audrey Niffenegger… und das sind nur die Bücher, die mir auf die Schnelle einfallen 😉 Ich finde es immer schwer, mich auf eine Auswahl festzulegen.


Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen ❤
Und schön, dass Du mit deinem Autorentag ein Teil meiner Seite wirst ❤

Liebe Grüße
 Tatjana

von

Bücherwelt & Rezirampe ❤


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