INTERVIEW MIT Louise Boutbon

Interview mit Louise Bourbon für den Autorentag ❤
Frage:

Wann hast du mit dem Schreiben begonnen? Und in welchem Genre waren deine ersten Schreibversuche?
Antwort: In dieser Hinsicht habe ich die klassische Autorenbiografie. Schreiben als manuelle Fähigkeit habe ich bereits im Kindergarten begonnen, ich glaube, ich muss nicht erwähnen, dass die Grundschullehrerin nicht besonders begeistert darüber war! "Richtig" geschrieben habe ich dann ab dem Gymnasium, und zwar sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache. Und tatsächlich waren auch schon diese ersten Schreibversuche thematisch in der Geschichte zu Hause, allerdings in früherer Zeit, meine erste Auseinandersetzung, schriftlich, meine ich, bezog sich auf die Karolinger. Nun ja, aus manchen Übel kann auch Gutes erwachsen. Mein Geschichtsunterricht in den Klassen neun und zehn war nämlich so übel, trocken und langweilig würde das ganze noch freundlich umschreiben, dass ich mir gesagt habe: das geht auch besser. Und habe dann ernsthaft mit dem Schreiben begonnen. Ich finde es nämlich schade, dass sich so wenige für Geschichte interessieren, dabei ist es unglaublich spannend, und die Kenntnis darüber könnte auch helfen, gewisse Geschehnisse heute einfach zu vermeiden. Aber man muss auch sagen, dass die Art und Weise, wie sie vermittelt wird, meistens nicht besonders spannend ist. Und für mich ist es ein großes Kompliment, wenn ich auch Geschichtsmuffel mit meinen Büchern begeistern kann.

Frage:

Wolltest du schon immer Autorin werden- oder hattest du als Kind einen anderen Traumberuf?
Antwort: Oh, Traumberufe habe ich eine Menge! Eigentlich immer noch, über Dirigentin oder Sängerin ist natürlich auch Autorin mit dabei. Die Musik ist ein echtes Hobby und auch mein Ausgleich zum Schreiben. Manchmal auch Inspiration, wenn ich mit Worten ringe, dann setze ich mich gerne für eine Stunde ans Klavier und lasse meine Gedanken einfach fließen. Der langjährige Gesangsunterricht hat den Vorteil, dass ich jetzt weiß, wie ich mit Stimme umgehen kann. Bei meinen Video Lesungen kommt mir das sehr zugute.

Aber mit  Sprache zu arbeiten liebe ich einfach. Und ich merke immer wieder, dass ich einfach schreiben muss. In mir sammeln sich so viele Geschichten und Ideen an, die wollen einfach ihren Weg nach draußen finden. Autorin zu sein ist für mich also auch eine Leidenschaft. 

Was ich aber übrigens nie werden wollte, war Prinzessin. Die sind mir definitiv zu unselbständig. 

Frage:

Wolltest du schon immer Autorin werden- oder hattest du als Kind einen anderen Traumberuf?
Antwort:

Frage:

Wie integrierst du das Schreiben in deinem Alltag?
Antwort: Ganz unterschiedlich. Da ich, wie wahrscheinlich die meisten, noch einen regulären Beruf nachgehen muss und ich außerdem Familie habe, bestimmen diese beiden natürlich auch die Schreibzeiten. Im Urlaub, wenn ich den ganzen Tag zur Verfügung habe, funktioniert das natürlich flüssiger als nach einem Zwölf Stunden Tag. Da muss man sich manchmal schon wirklich motivieren und durchbeißen. Mittlerweile habe ich in meiner riesigen Handtasche immer Notizbuch, Füller, und auch das ganz moderne iPad dabei. Ich habe schon Kapitel mittels Diktierfunktion während einer Vollsperrung diktiert. Man nutzt also quasi jede Gelegenheit!

Frage:

Zu welcher Tageszeit schreibst du am liebsten?
Antwort: Wenn das nach mir ginge, in jedem Falle nachts. Man hat wunderbar Ruhe und wird nicht gestört. Allerdings liebe ich es, an den originalen Orten zu schreiben, ich schreibe ja historisch, und die Inspiration ist an den Originalorten definitiv am größten. Ich habe ganze Kapitel im Louvre oder im Spiegelsaal verfasst. Man darf sich nur nicht von den vielen Touristen um einen herum stören lassen – und da muss ich mich natürlich an die Öffnungszeiten halten 😉

Frage:

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?
Antwort: Nicht bewusst. Natürlich habe ich auch schon immer gerne gelesen, und ich denke, dass man unterbewusst immer aufnimmt, die Texte auswertet und für sich das Positive dabei heraus zieht. Im Augenblick habe ich mit meiner lieben Kollegin Le. Alex Sax noch ein paar gemeinsame Projekte, wir haben beispielsweise unsere Protagonisten zu gegenseitigen Interviews zusammengebracht, was immer ganz lustig ist, weil die einen Altersunterschied von mindestens 300 Jahren haben. Da muss ich sagen, dass das eine unglaubliche Inspiration ist. Ich hätte nie gedacht, dass es so viel Freude machen könnte, mit jemand anderem zu schreiben.

Frage:

Wie recherchierst du für deine Bücher?
Antwort: in jedem Fall und unbedingt vor Ort. Ich bin ja auf historische Quellen angewiesen, und für meine derzeitige Reihe habe ich alles in allem über 20 Jahre recherchiert, weil ich auf Ergebnisse gestoßen bin, die von der offiziellen Geschichtsschreibung abweichen. Solche Unterlagen findet man nicht im Netz, und auch nicht einfach eben so in Bibliotheken. Oder in Museen. Manche sind in privater Hand, werden seit Jahrhunderten in der Familie weitergereicht, andere wiederum sind offiziell gar nicht einsehbar oder werden unter Verschluss gehalten. 

D.h. natürlich auch, dass ich eine Menge Übersetzungsarbeit zu leisten habe. Die originalen Dokumente sind in Französisch oder Latein verfasst, manchmal ist auch spanisch oder italienisch dabei. Und ich glaube, aber das gilt natürlich nur für meine Arbeitsweise, ein echtes Gefühl oder ein Gespür bekommst du am besten wirklich an den Originalorten. Das kann durch kein Google und erst recht nicht durch die sehr überschätzteWikipedia ersetzt werden. Gerade Google ist natürlich heutzutage manchmal eine Hilfe, wenn es beispielsweise um solche Kleinigkeiten geht wie die korrekte Anrede. Aber die größte Inspiration erhalte ich an den Orten selbst. Und es ist erstaunlich, ich habe innerhalb der letzten 20 Jahre ja sehr viele Menschen getroffen, wie viele da auch genau wissen, dass die offizielle Geschichte im Geschichtsbuch häufig fehlerhaft ist, oder gewollt verbogen beziehungsweise verfälscht.

Frage:

Welches Buch von dir ist dein Lieblingsbuch und warum?
Antwort: Im Augenblick sind zwei erschienen, das dritte ist für das Frühjahr 2017 geplant. Ich sage immer, ein Buch auf den Weg zu bringen, das ist ähnlich als würde man es zur Welt bringen. Aus diesem Grund habe ich auch kein Lieblingsbuch, sie sind mir alle wertvoll und teuer.

Frage:

Wie lange brauchst du um ein Buch zu schreiben?
Antwort: Das eigentliche Schreiben dauert gar nicht mehr so lange. Das aufwändigste ist natürlich die Recherche. Bei meinem Märchenbuch war ja die Hauptarbeit die Übersetzung der französischen Originalmärchen, und die historischen Anmerkungen. Dafür habe ich glaube ich drei Monate benötigt, aber eben immer mit dem regulären Beruf im Hintergrund. Mit dem zweiten Band der Sonnenkönigin bin ich jetzt seit vier Monaten beschäftigt, und ich hoffe, ihn zeitnah abschließen zu können. Ich kann nur sagen, ich stecke in meine Bücher mein ganzes Herzblut, und es ist schlicht und ergreifend eine ganze Menge Arbeit, bis ein gutes Buch dabei herauskommt.

Frage:

Gibt es Projekte von dir worauf wir uns freuen können?
Antwort: ich hoffe, dass ich diese Woche noch den zweiten Band der Sonnenkönigin abschließen kann. Da ich immer an mehreren Bänden  gleichzeitig schreibe, ich mache das immer so, wie mich gerade die Inspiration überfällt, ist auch der dritte Band bereits begonnen. Außerdem wird es im Frühjahr wahrscheinlich noch einen kleinen Band mit historischen Kurzgeschichten geben. Zwei Herzens-Projekte stehen noch auf dem großen Stapel: Das eine ist das historische Kochbuch mit aufbereiteten und übersetzten Rezepten aus dem 17. Jahrhundert, das andere ist eine weitere Märchen-Übersetzung.

Frage:

Wie wichtig ist dir Feedback von deinen Lesern?
Antwort: Sehr wichtig. Ich finde es immer unglaublich schade, dass es so wenig Rückmeldung  oder auch so wenige Rezensionen gibt. Natürlich freut man sich als Autor sehr, wenn man sieht, dass man die Leser erreicht und berührt. An zwei Leserbriefe kann ich mich sehr gut erinnern, weil sie mich in genannter Weise berührt haben. Der eine war von einer jungen Frau, ich glaube, 17 Jahre alt, die mir schrieb: wenn der Geschichtsunterricht so lebendig gewesen wäre wie Ihr Buch, dann hätte ich ihn genossen. Eine andere Dame schrieb mir einmal, dass es mir gelungen sei, ansonsten eher abstrakte historische Personen lebendig werden zu lassen, als Personen mit Empfindungen, Gedanken, alldem, was einen Menschen ausmacht. In beiden Fällen habe ich ein wenig Tränen vergossen, weil mich das wirklich sehr gerührt hat. Manchmal gibt es leider auch negative Erlebnisse. Ich folge ja nicht der offiziellen Geschichte, sondern meinen Recherche-Ergebnissen, und da gibt es schon die ein oder andere Kontroverse. Und manche bleiben leider auch nicht sachlich. Das ist dann weniger schön.

Frage:

Wie schreibst du am liebsten? Computer oder ganz altmodisch mit Stift und Block?
Antwort: Noch altmodischer, mit Feder und Tinte! Ich kann nicht direkt am Laptop schreiben, es muss mir wirklich vom Geist direkt in die Finger fließen. Hinzukommt, dass ich erst einmal in Notizbücher schreibe, und die Grundfassung immer in französischer Sprache. Erst die finale Fassung und die Übersetzung findet dann am Rechner statt. Für unterwegs greife ich dann statt auf die Feder auf einen guten altmodischen Füllfederhalter zurück, weil der sich einfach besser transportieren lässt.

Frage:

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?
Antwort: mein erstes Buch habe ich letztes Jahr – stimmt nicht! Vorletztes Jahr, wir haben wir jetzt 2017! Also: Mein erstes Buch habe ich im Dezember 2015 unter dem Titel "Die Sonnenkönigin – Frankreichs vergessene Königin" veröffentlicht. Das war auch zugleich die Erfüllung eines Traums, nach 20 Jahren Recherche und Schreiben konnte ich das kaum glauben, endlich das gedruckte Buch in den Händen zu halten! 

Wenn man historisch schreibt und recherchiert, dann stellt man relativ schnell fest, dass es eine Menge an Informationen gibt, die sich an den interessantesten Stellen verstecken. In Musikstücken, in Bildern, oder eben beispielsweise auch im Märchen. Die Märchen von Charles Perrault, der auch die Vorlage für einige Adaptionen durch die Gebrüder Grimm geliefert hat, habe ich schon als Kind geliebt, wenn meine Großmutter sie mir erzählte. Die zweite Veröffentlichung für 2016 war eine neue Übersetzung der Märchen, ich habe da aber nicht nur die durch Grimm bekannten ausgewählt, sondern die mit aufgenommen, die hier in Deutschland fast gar nicht bekannt sind.

Und im Herbst 2016 dann mein Highlight für letztes Jahr: der erste Band der Sonnenkönigin ist als Verlagsausgabe bei Lysandrabooks erschienen. Dass sich tatsächlich ein Verlag interessiert hat und an die Geschichte glaubt, ist für mich immer noch ein kleines Wunder! Die Märchen sind ebenfalls dort erschienen, der zweite Band  der Sonnenkönigin wird dort erscheinen.

Frage:

Welche Frage würdest du gerne mal gestellt kriegen?
Antwort: Diese! Nein, ganz ehrlich, im Augenblick keine Ahnung. Vielleicht, welches mein liebster Ort für eine Lesung wäre.

Ich könnte eher sagen, welche Fragen ich bitte nicht mehr gestellt bekommen möchte. Besonders lustig fand ich mal: wie kommen Sie auf die Namen ihrer Protagonisten? Ja, habe ich gesagt, die wohnen ja im Geschichtsbuch, und das Gute daran ist, die bringen ihre Namen schon mit! 

Frage:

Hast Du ein festes Schreibritual oder immer verschiedene?

Wie sehen diese aus?
Antwort: Ein wirkliches Ritual habe ich nicht. Natürlich gibt es Dinge, ohne die es gar nicht geht! Schokolade und Kaffee zum Beispiel. Beides vollkommen unverzichtbar. Und ich persönlich schreibe gerne mit Musik, und die muss natürlich der Zeit, über die schreibe, angemessen sein. Was bedeutet: im Augenblick französischer Barock. Ich liebe meinen antiken Schreibtisch, und wie gesagt, ich schreibe mit Feder und Tinte. Heißt, das Ambiente muss in gewisser Weise zu dem, was ich da schreibe, passen. 

Ich sage immer, ich lebe gerne, was ich schreibe. Eines meiner etwas skurrilen Hobbys ist beispielsweise barocker Tanz. Natürlich mit den entsprechenden Kostümen! Und wenn ich gerade Schreibflaute habe, dann streife ich mir auch sehr gerne ein solches über und lasse mich davon inspirieren. Während der Berufstätigkeit geht es leider nicht, aber ich liebe diese Kleider so sehr, dass ich sie auch bevorzugt am Wochenende trage.

Frage:

Wo wärst du gerne mal im Urlaub?
Antwort: Berufsbedingt lebe ich ja schon seit langen Jahren wieder in Deutschland. Meiner französischen Seele gefällt das aber nicht, so dass wir jede freie Minute wenn möglich in Frankreich verbringen. Das Land ist ja groß genug und bietet viele Möglichkeiten, und alles haben wir da ganz sicher noch nicht gesehen. Aber die nächsten Jahre wird es ganz sicher Frankreich bleiben. Zumal ich die Touraine, die Bretagne, das Tal der Loire und natürlich die Gegend um Paris und mein geliebtes Versailles ins Herz geschlossen habe.

Frage:

Welche Bücher liest du gerne? Spezielle Favoriten?
Antwort: Ich lese sehr gerne echte historische Romane. Was mir nicht sonderlich zusagt, sind die Romane mit historischem Setting, sprich, die Handlung könnte auch zu jeder anderen Zeit stattfinden. Da ich ja selbst bei den historischen Romanen zu Hause bin und auch Geschichte studiert habe, können mich fachliche Mängel wirklich wahnsinnig machen. Kartoffelsuppe im Mittelalter, beispielsweise. So etwas macht mir dann keine Freude zu lesen. Genau deshalb fallen mir auch die meisten Fernsehserien zu diesen Themen auf den Wecker, weil die schlicht und ergreifend auf Publikum ausgelegt sind, und die Historie bleibt absolut auf der Strecke. Dies gilt insbesondere dann, wenn mich die Hauptdarsteller in keiner Weise von ihrer Rolle überzeugen können.

Klassische Literatur lese ich unglaublich gerne, darüber hinaus alles, wo mich die Handlung so gefangen nimmt, dass ich wirklich abtauchen kann. Und ich mag Bücher, die in mir nachhallen. Wo ich noch Tage oder Wochen später darüber nachdenken muss. 

Frage:

Wenn du etwas ändern könntest, was wäre es?
Antwort: Frankreich wäre wieder Monarchie, und Louis XIV wäre wieder König. Mit seiner zweiten Königin, übrigens. Aber Spaß beiseite, ich weiß, auf solche Fragen muss man eigentlich immer politisch korrekte Antworten geben. Gern gelesen: ich bringe sofort den Weltfrieden. Ernsthaft, das ist in meinen Augen eine Illusion. Zunächst einmal muss man Frieden in sich selbst finden, bevor man ihn in die Welt tragen kann, das ist meine Überzeugung.
Was ich gerne ändern möchte, einfach aus dem Herzen heraus: als ich damals zu schreiben begonnen habe, war mein Fokus eigentlich auf Louis XIV gerichtet. Er faszinierte mich schon seit meiner Kindheit, und ich war, das muss ich wirklich sagen, sogar geschockt, als ich dann im deutschen Geschichtsunterricht festgestellt habe, dass das übermittelte Bild ein ganz anderes ist als das, was ich aus Frankreich kannte. Und mein etwas leichtsinniger Plan mit 15 Jahren war: das Bild rücke ich zurecht, und deshalb habe ich ursprünglich mit einer Biografie über ihn begonnen. Dann bin ich auf seine vergessene Königin Louise gestoßen und  habe festgestellt, dass da mindestens 40 Jahre Geschichte nicht so dargestellt werden, wie sie sich tatsächlich zugetragen haben. Ich glaube an die Gerechtigkeit, und dass da eine Frau und ihre Geschichte fast komplett aus derselben gestrichen worden sind, ist ein weiterer meiner Antriebe. Und das kolportierte Bild des Königs vom größenwahnsinnigen Despoten kann mich wirklich aufregen. Wenn man sich mit den Unterlagen aus seiner Zeit beschäftigt, sieht man recht schnell, dass nichts davon zutrifft.

Was ich also gerne ändern möchte, ist die offizielle Geschichtsschreibung. Ich habe tatsächlich die ehrgeizige Hoffnung, dass man meine Bücher so wahrnimmt, dass der ein oder andere, der da etwas mehr Einfluss hat als ich, mal darüber nachdenkt und ebenfalls anfängt zu hinterfragen. Und zu korrigieren.

Frage:

Schreibst Du noch unter anderen Pseudonymen?
Antwort: Ich schreibe gar nicht unter Pseudonym. Ob ich jemals Grund dazu habe, das zu tun, weiß ich noch nicht. Vielleicht bei einem radikalen Wechsel des Genres, aber das kann ich mir im Augenblick nicht vorstellen. Gegebenenfalls ist das ja auch eine Verlags-Entscheidung.

Frage:

Was geht dir durch den Kopf wenn du ein Buch beendet hast?
Antwort: Das klingt jetzt vielleicht verrückt, aber: gar nichts. Das ist für mich immer ein wenig wie die Ruhe nach dem Sturm. Für mich braucht es immer eine Zeit, bis ich begriffen habe, dass da jetzt gerade wieder ein neues Buch entstanden ist. Und irgendwann kommt dann natürlich die große Freude. Oder frag mich das doch einfach am Freitag noch mal, ich hoffe, dass ich das Ganze aus ganz persönlichen Erleben dann noch einmal beschreiben kann!

Frage:

Hast Du schon mal ein Buch gelesen bei dem Du gedacht hast „Das hätte ich besser geschrieben“? Wenn ja, verrätst Du welches?
Antwort: Ja, das habe ich schon gedacht. Ich möchte aber nicht verraten, welches, ich bin da etwas eigen. Gerade unter Autoren habe ich manchmal den Eindruck, dass der Konkurrenzkampf recht hoch sein kann, und die Mittel, die da angewendet werden, sind mir auch nicht sympathisch. Deshalb bin ich leider auch manchmal in den Buchgruppen so wenig aktiv, ich spreche über Bücher eigentlich nur, wenn ich sie mochte und uneingeschränkt empfehlen kann. Wenn mir eines nicht gefallen hat, schweige ich eher darüber.

Ich rezensiere auch Bücher nur, wenn ich minimal drei Sterne geben kann, weil ich meinen Kollegen keine Steine in den Weg legen möchte, gerade, weil Geschmäcker ja auch unterschiedlich sind. Ich möchte einfach nicht ein Buch schlecht bewerten, nur weil es mir persönlich nicht gefallen hat. Etwas anderes ist es, wenn es wirkliche Mängel enthält. Dann gehe ich aber lieber den Weg, den Autor direkt zu kontaktieren. Ich habe glaube ich in meinem ganzen Leben zweimal einen Stern vergeben, weil das Buch wirklich schlecht war. In beiden Fällen waren es historische Romane, und da waren wirklich gravierende fachliche Mängel drin.

Frage:

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?
Antwort: Böse Zungen behaupten ja, ich sei nicht so ganz von dieser Welt. Ich liebe klassische Literatur, und insbesondere die meiner zweiten Heimat Frankreich. Ich liebe antiquarische Bücher, und könnte mich wirklich stundenlang in die Werke  von Racine, Dumas, Balzac, Maupassant und so weiter vertiefen. Bei der moderneren Literatur hat mir insbesondere die Serie "Männer von Rom" von Colleen McCullough gefallen. 

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen ❤

Und schön, dass Du mit deinem Autorentag ein Teil meiner Seite wirst ❤

Liebe Grüße

Tatjana

von

Bücherwelt & Rezirampe ❤


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